So arbeitet der LATUS AI Stack

Der LATUS AI Stack ist im Förderprojekt-Kontext entwickelt und im laufenden Pilotbetrieb der LATUS Consulting AG. Diese Site dokumentiert Architektur, Org-Modell und Top-Prozesse. Zwei Zielgruppen: Förder-Auditoren mit Prüfungs-Fokus auf Mittelverwendung und Reifegrad, sowie Interessenten, die eine kommerzielle Übernahme oder Lizenzierung des Stacks für ihr eigenes Unternehmen prüfen – der Stack ist als paketierbare Lösung konzipiert.

Was ist der LATUS AI Stack

Der LATUS AI Stack ist ein produktiver KI-Stack der LATUS Consulting AG (Chat-Assistent, Firmenwissen-Suche, zentrale Agenten) für das LATUS-Team. Parallel dazu wird die operative Org-Architektur weiterentwickelt, mit der ein KI-Hauptagent (zentrale operative Steuerung) spezialisierte Subagent-Rollen heuert, Wissensbasen pflegt und das klassische 24/7-Bereitschafts-Modell durch automatisierte Detection, Triage und Sofort-Benachrichtigung ablöst (Stephan Klahr als menschliche Freigabe-Instanz bleibt Ziel-Empfänger für P0-Eskalationen). Single Source of Truth: das hier verlinkte Repository plus das Benutzerhandbuch.

Operations-Modell und Funktionsweise

Im Kern arbeitet der LATUS AI Stack als geschlossener Operations-Kreislauf: er beobachtet sich selbst, klassifiziert Störungen, repariert bekannte Störungs-Muster reaktiv über definierte Selbstheilungs-Pfade und speist die Lehren aus jeder Vorfall-Auswertung in seine Weiterentwicklung zurück. Damit ersetzt er das klassische 24/7-Bereitschafts-Modell, ohne die menschliche Freigabe-Instanz bei P0-Eskalationen zu umgehen. Die sechs tragenden Säulen sind Multi-Agent-Orchestrierung, automatisierte Selbstheilung, verpflichtende Vorfall-Auswertung, wiederkehrende Plattform-Prüfungs-Zyklen, gedächtnisbasierte Kontext-Pflege und visuelle Prozess-Dokumentation in einem etablierten Modellier-Standard.

Stand der Säulen:

Strategische Roadmap (in Aufbau)

Diese Säulen sind konzipiert, dokumentiert und schrittweise in Umsetzung. Sie ergänzen die heute live laufenden Mechanismen um weitere Differenzierungs-Achsen.

Reifegrad-Stand der Säulen

Stand pro Säule. Klassifikation in drei Stufen: Konzept (dokumentiert, nicht implementiert), Pilot (teilweise implementiert oder unter Beobachtung), Live (produktiv mit beobachtbarem Messpunkt). Belege werden intern vorgehalten und auf Anfrage offengelegt.

SäuleStandFunktions-Beschreibung
1. Multi-Agent-Orchestrierung Live Personal-Akten für 13 Spezialisten-Rollen plus 2 Stabstellen, mehrfach täglich angewendet. Pflege-Trail nachvollziehbar versioniert.
2a. Selbstheilung – Container-Neustart-Pfade Live Healthchecks plus Container-orchestrierte Neustart-Pfade mit Pre-Up-Sicherung und definierter Rückkehr-Stufe.
2b. Selbstheilung – Hängende Verarbeitungs-Aufträge Live Stündlicher Wartungs-Lauf bereinigt hängende Verarbeitungs-Aufträge zuverlässig.
2c. Selbstheilung – Berechtigungs-Verschiebungen Live Berechtigungs-Verschiebungen werden auf Storage-Pool-Ebene strukturell verhindert, nicht reaktiv repariert.
3. Verpflichtende Vorfall-Auswertung Live Jeder P0/P1-Vorfall führt zu einer Auswertung mit Lehren. Mehrere ausgewertete Vorfälle haben zu wiederverwendbaren Wiederholungs-Anleitungen geführt.
4. Wiederkehrende Plattform-Prüfungs-Zyklen Live Wochen- und Monats-Zyklen für Sicherheits-Prüfung, Wissens-Konsolidierung, Plattform-Prüfung, Hardware-Health, Storage-Prüfung. Cycles laufen mit eigenem Berichts-Trail.
5. Gedächtnisbasierte Kontext-Pflege Live Kompakter, automatisch geladener Wissens-Index als Kontext-Anker für jede Sitzung. Personal-Akten ersetzen inline-Briefings, sieben Faustregeln zur Kontext-Fenster-Optimierung sind festgehalten.
6. Visuelle Prozess-Dokumentation Live Top-Prozesse als Diagramm in einem etablierten Modellier-Standard plus Begleit-Beschreibung, Auto-Renderer aktiv, Diagramme im Kompass eingebunden.
7. Echtzeit-Störungsmanagement (Push) Live 24 Heartbeat-Monitore mit Push-Benachrichtigung direkt aufs Smartphone, Multiplexer-Schicht für Mehrkanal-Versand vorgehalten.
8. Plattform-Stabilität unter Last Live Lokales Sprachmodell mit definierter Speicher-Reservierung und priorisierten Anfragen für die Chat-Oberfläche. Hintergrund-Anfragen aus der Wissensbasis-Pipeline mit Rate-Begrenzung gegen Last-Spitzen abgesichert.
9. Selbst-Bewertung der Antwort-Qualität Konzept Heute manuelle Stichprobe über definiertes Test-Prompt-Set vor jedem Modell-Wechsel. Automatisierung als Phase-2-Item formuliert, Realisierung im Anschluss an Kunden-Pilot.
10. Auf LATUS zugeschnittene lokale Sprachmodelle Pilot Lokales Basis-Modell produktiv, Fine-Tuning auf LATUS-Themen in Vorbereitung. Pilot-Berichte zur deutschen Sprach-Qualität liegen vor, kontinuierliche Tuning-Pipeline noch nicht etabliert.
11. Compliance-Reife jederzeit sichtbar Konzept Verknüpfung interner Regeln mit gesetzlichen Anforderungen ist konzipiert, Bericht-Erzeugung auf Knopfdruck noch nicht implementiert. Realisierung nach Kunden-Pilot vorgesehen.
12. Mandantenfähige Plattform-Architektur Pilot Mandanten-Tag-Pflicht für Operations-Spezialisten verbindlich. Mandantenfähigkeit auf Code-Ebene für Kunden-Edition als Phase-1 in Vorbereitung.
13. Workflow-Automatisierung (Plattform und Geschäft) Pilot Visuelle Workflow-Plattform installiert, erste Geschäfts- und Stabilisierungs-Workflows in Aufbau. Vollständige Plattform-Stabilisierungs-Schicht in Realisierung.
14. Autonome Störungs-Erkennung und Selbstreparatur-Pipeline Konzept Heute: bekannte Muster werden automatisch repariert, neue Muster über Push eskaliert und manuell triagiert. Stufe 1 Pattern-basiert nach Kunden-Pilot, Stufe 2 Modell-basiert in Folge.
15. Stack-externe Aussensicht-Probe Konzept Konzept-Stand: Probe-Strecke über Sekundär-Internet-Anbindung mit kontinuierlichem Diff zur internen Statussicht. Komponenten-Wahl und Akzeptanz-Test-Phase ausstehend.

Methodik: Reifegrad-Stand pro Säule wird im Quartals-Doku-Pass aktualisiert. Stufen-Wechsel erfordert, dass die Aussage dokumentarisch belegbar ist und auf einer beobachtbaren Quelle ruht. Live-Aussagen ohne Beleg sind unzulässig.

Wie unser KI-Stack denkt

Bis hier ging es um den Reifegrad der Säulen. Jetzt geht es um die Mechanik dahinter: wie der Stack sich Wissen merkt, wie er bei festgefahrenen Fragen rauskommt und wie er bei komplexen Aufträgen mehrere Spezialisten gleichzeitig ansetzt.

Wie wir uns erinnern

Wissen ist nur dann nützlich, wenn es im richtigen Moment wieder auftaucht. Je größer der Stapel an Erinnerungen, desto schwieriger wird genau das. Unser Vorbild dafür ist das menschliche Gehirn.

Statt eines einzigen großen Buchs bauen wir die Wissensbasis als Netz aus kleinen Themen-Inseln, die untereinander verbunden sind. Taucht ein Thema auf, holt sich die KI nur die passenden Inseln dazu, plus die verwandten, die gleich auch wichtig werden. So wie du beim Stichwort „Kunden-Workshop" automatisch an Flipchart und Beamer mitdenkst.

Im Alltag merkst du das daran, dass Antworten schneller und treffender kommen und alte Erkenntnisse nicht verloren gehen, wenn neue dazukommen.

Was passiert eigentlich, wenn wir nicht hinschauen

Wer abends mit einem Problem ins Bett geht und morgens beim Zähneputzen die Lösung im Kopf hat, kennt das Phänomen. Im Schlaf wird einsortiert, gewichtet, mit älterem Wissen verknüpft.

Genau diese Bewegung läuft bei uns regelmäßig im Hintergrund. Tagsüber gesammelte Erlebnisse werden sortiert und ins Langzeit-Wissen abgelegt. Lose Notizen werden zu Themen verdichtet, Unwichtiges verblasst, ohne gelöscht zu werden.

Was du davon merkst: wenn du nächste Woche eine Frage stellst, die an etwas vor zwei Monaten anknüpft, kommt die richtige Verbindung. Nicht weil die KI sich „alles gemerkt" hat, sondern weil zwischendurch jemand aufgeräumt hat.

Wenn wir uns festbeißen

Du sitzt seit Stunden an einem Punkt, bohrst tiefer und tiefer, und der Kollege kommt rein, schaut kurz drüber und sagt: „Vielleicht ist die Frage falsch gestellt." Manchmal ärgerlich, fast immer richtig.

Diese Fähigkeit haben wir unserer KI anerzogen. Merkt sie, dass mehrere Lösungs-Anläufe sich ähneln und nicht treffen, bohrt sie nicht tiefer im gleichen Loch, sondern macht einen Schritt zurück und fragt, ob die Frage eigentlich die richtige ist. Eingebaut haben wir das nach einer eigene fünftägigen Bug-Suche, an deren Ende eine simple Konfigurations-Frage die Antwort war.

Wenn du der KI ein verzwicktes Problem hinlegst und spürst, dass sie zwischendurch innehält und es von einer anderen Seite anguckt, ist das kein Mangel an Geradlinigkeit, sondern Disziplin.

Warum manchmal mehrere Köpfe gleichzeitig denken

Stell dir vor, du sollst in einer Stunde einen Vortrag halten, und die Folien sind nicht fertig, der Co-Referent steht im Stau. Linear hintereinander schaffst du das nicht. Du delegierst, parallelisierst, behältst den Überblick.

Genauso arbeitet der Stack bei größeren Aufträgen. Statt einen Kollegen alles selbst machen zu lassen, schickt die KI mehrere Spezialisten gleichzeitig los, jeder auf sein Fachgebiet fokussiert. Einer schaut auf die Daten, einer auf die Plattform-Schicht, einer auf das Login, einer auf die Modelle. Die Befunde werden zusammengeführt, gegengeprüft und in eine Antwort kondensiert.

Beigebracht haben wir ihr das, weil sie sonst höflich einen Punkt nach dem anderen abarbeitet. Spürst du in einer Antwort, dass mehr drinsteckt als der Überblick eines einzelnen Bearbeiters, ist das die Synthese aus mehreren Köpfen.

So denkt der Stack im Hintergrund. Wie er konkret gebaut ist, beschreiben die nächsten Sektionen.

Architektur unserer lokalen Wissens-Suche

Die lokale Wissens-Suche ist eine Schichtung aus mehreren spezialisierten Komponenten. Jede Schicht trägt einen klar abgegrenzten Beitrag zum Antwort-Pfad bei: vom Verstehen der Dokument-Struktur über die Bedeutungs-Erkennung bis zur Antwort-Formulierung mit Beleg-Marker. Die Bündelung erlaubt Antworten auf Fach-Fragen, ohne dass Firmen-Dokumente die eigene Infrastruktur verlassen.

Schichten der lokalen Wissens-Suche

KomponenteFunktionReifegrad
Layout-Erkennung in Office-Dokumenten Liest die strukturelle Gliederung von PDF, Word, PowerPoint und Excel ein, bevor das eigentliche Zerlegen in Such-Einheiten beginnt. Tabellen, Spalten, Überschriften und Folien-Layouts werden als solche erkannt, statt als Fließtext flach zu werden. Das ist die Grundlage für Antworten, die später noch sauber zur Original-Stelle zurückführen. Live
Semantische Embeddings Wandelt Text-Abschnitte in mathematische Repräsentationen um, die Sinn-Ähnlichkeit messbar machen. Eine Frage in alltagssprachlicher Formulierung findet so auch dann passende Stellen, wenn das Original anders formuliert ist. Mehrsprachig, mit besonderer Stärke auf Deutsch. Live
Thematische Verdichtung Bildet hierarchische Zusammenfassungen über mehrere Dokument-Abschnitte hinweg. Übersichts-Fragen, die mehrere Quellen vergleichen, werden so beantwortbar, ohne dass jeder Original-Satz einzeln gelesen werden muss. Vorbereitete Cluster-Sicht statt langer Einzel-Treffer-Liste. Im Ausbau
Beziehungs-Wissensgraph Extrahiert Personen, Organisationen, Vorgänge und ihre Verbindungen aus den Dokumenten. Beziehungs-Fragen wie „wer war mit wem in welchem Vorgang verknüpft" werden gezielt beantwortbar, statt nur als Volltext-Treffer zu erscheinen. Im Ausbau
Auto-Anreicherung mit Stichworten und Frage-Variationen Pro Such-Einheit werden zusätzliche Schlagworte und Beispiel-Fragen erzeugt. Such-Pfade werden dadurch breiter: ein Begriff, der im Original nicht wörtlich steht, findet trotzdem die richtige Stelle. Der Aufbau geschieht im Hintergrund, ohne Nutzer-Last. Im Ausbau
Lokales Sprachmodell für die Antwort Verdichtet die in den Schichten gefundenen Belege zur Antwort. Das Sprachmodell läuft auf eigener Hardware, formuliert in Deutsch und Englisch und versieht jede Aussage mit Zitat-Markern auf die Original-Stelle. Live
Antwort-Server mit Priorisierung Bedient das Sprachmodell unter Last. Anfragen aus der Chat-Oberfläche haben Vorrang vor Hintergrund-Aufgaben wie Wissens-Aufbau, sodass der Nutzer auch bei laufendem Re-Index keine Wartezeiten spürt. Live

Was diese Architektur in der Praxis bedeutet

User-Sicht im Benutzerhandbuch (Kapitel 17)

Verwendung der lokalen KI

Antwort-Modelle, Embedding-Modelle und Wissens-Verdichtung laufen auf dedizierter Hardware im Haus. Inhalte verlassen die Infrastruktur nicht, weder Trainings-Daten noch Prompts noch Antworten. Die Latenz unter Nutzer-Last bleibt steuerbar, weil keine Cloud-API-Limits oder Rate-Schwellen greifen.

Schichten der lokalen KI

KomponenteFunktionReifegrad
Lokaler Antwort-Server Stellt das Sprachmodell mit Prioritäts-Steuerung bereit. Nutzer-Anfragen haben Vorrang vor Hintergrund-Aufgaben wie Wissens-Aufbau und Re-Index. Die GPU bleibt unter gleichzeitiger Last reaktionsfähig. Live
Lokales Antwort-Modell Generiert Antworten in Deutsch und Englisch direkt im Haus. Trainings-Daten verbleiben beim Anbieter des Modells, Antwort-Inhalte bleiben bei uns. Das Modell ist offen lizenziert und auswechselbar, sobald die Open-Source-Landschaft eine deutlich stärkere Variante bringt. Live
Lokale Embedding-Schicht Wandelt Texte in mathematische Repräsentationen um, ohne dass die Text-Inhalte die Infrastruktur verlassen. Voraussetzung dafür, dass die semantische Suche und der Wissens-Aufbau vollständig im Haus stattfinden können. Live
Cloud-Modelle als optionale Erweiterung Für Anwendungs-Fälle ohne sensible Daten stehen Cloud-Modelle als zusätzliche Wahl bereit. Die Trennung lokal gegen Cloud ist im Modell-Picker sichtbar gemacht, Mitarbeitende wählen pro Anfrage bewusst aus. Live

Was die lokale KI in der Praxis ermöglicht

Verwandtes Kapitel im Benutzerhandbuch

Verwendung des PII-Filters

Vor jedem Cloud-Modell-Aufruf läuft ein Anonymisierungs-Schritt. Personen-, Organisations-, Adress- und Identifikator-Hinweise werden im Prompt durch Platzhalter ersetzt. Das Cloud-Modell sieht ausschließlich Platzhalter, die Antwort wird beim Eingang wieder ent-anonymisiert. So lassen sich Cloud-Modelle für Anwendungs-Fälle nutzen, die von ihrer Reasoning-Stärke profitieren, ohne dass identifizierende Inhalte das Haus verlassen.

Schichten des PII-Filters

KomponenteFunktionReifegrad
Anonymisierungs-Filter vor dem Modell Erkennt sensible Felder im Prompt und ersetzt sie durch Platzhalter, bevor der Prompt das Haus verlässt. Erkannt werden Namen, Organisationen, Adressen und gängige Identifikatoren. Live
Platzhalter-Mapping Hält die Zuordnung zwischen Original-Begriff und Platzhalter für die Dauer der Anfrage vor. Das Mapping verbleibt im Haus, das Cloud-Modell hat keinen Zugriff darauf. Live
De-Anonymisierung beim Antwort-Eingang Stellt die Original-Begriffe in der Antwort wieder her. Für den Nutzer wirkt der Vorgang transparent, die Anonymisierung passiert ausschließlich auf der Strecke zum Cloud-Modell und zurück. Live
Sichtbare Modell-Trennung im Bedien-Modell Modelle mit aktivem Filter sind im Picker eindeutig gekennzeichnet. Mitarbeitende erkennen vor dem Absenden, welche Schutz-Stufe für die jeweilige Anfrage gilt. Live

Was der PII-Filter im Alltag bewirkt

Verwandtes Kapitel im Benutzerhandbuch

Architektur unserer zwei Wissens-Modelle

Unsere Wissens-Suche bietet zwei voneinander getrennte, gleichzeitig adressierbare Wissens-Modelle: ein gemeinsames Organisations-Wissen aus dem zentralen Dokumenten-Repository und eine persönliche Schicht aus dem persönlichen Speicher der einzelnen Mitarbeitenden. Beide Modelle laufen auf derselben lokalen Antwort-Infrastruktur, bleiben aber identitätsbasiert sauber getrennt.

Schichten der zwei Wissens-Modelle

KomponenteFunktionReifegrad
Gemeinsames Wissens-Modell Bezieht sich auf das zentrale Dokumenten-Repository der Organisation. Sichtbar für alle berechtigten Mitarbeitenden. Quelle für geteiltes Methoden-Wissen, Frameworks, Vorlagen, Projekt-Erfahrung. Live
Persönliches Wissens-Modell Bezieht sich auf den persönlichen Speicher der einzelnen Mitarbeitenden. Sichtbar nur für die jeweilige Person. Quelle für eigene Notizen, Mandanten-Korrespondenz, persönliche Recherchen. Im Ausbau
Identitätsbasierte Trennung Jeder Lese-Zugriff prüft die Identität der anfragenden Person. Persönliche Inhalte können nicht in das gemeinsame Modell wandern, gemeinsame Inhalte können nicht versehentlich aus einer persönlichen Anfrage gespiegelt werden. Live
Lokale Verarbeitung Sowohl die Aufbereitung der Dokumente als auch die Beantwortung der Fragen erfolgt auf eigener Hardware in Deutschland. Inhalte verlassen die eigene Infrastruktur nicht in Richtung externer Modell-Anbieter. Live
Quellen-Auswahl in der Oberfläche In der Chat-Oberfläche bleibt erkennbar, welches Wissens-Modell gerade befragt wird. Eine kombinierte Suche über beide Modelle in einer Antwort ist als Erweiterung geplant. Konzept

Was die zwei Wissens-Modelle für Nutzende ändern

Verwandtes Kapitel im Benutzerhandbuch

Architektur unserer lebenden Doku

Die LATUS-Doku ist nicht statisch. Sie wird täglich angepasst, sobald sich am Stack, an der Methode oder am Reifegrad einer Funktion etwas verändert. Damit Aussagen jederzeit verlässlich bleiben, läuft die Doku auf einem mehrschichtigen Modell aus Versionierung, Reifegrad-Markierung, Forschungs-Belegen und beidseitiger Verlinkung.

Schichten der lebenden Doku

KomponenteFunktionReifegrad
Versionierte Master-Quelle Jede User-sichtbare Doku hat eine versionierte Master-Quelle mit Versionsnummer, Stichdatum und Autor. Änderungen werden nicht überschrieben, sondern als neue Version geführt, sodass jede Aussage rueckverfolgbar bleibt. Live
Kategorisierter Changelog Jede Version trägt einen Changelog-Eintrag mit Kategorie der Änderung, etwa Neuerung, Klarstellung, Korrektur, Reifegrad-Anpassung. Lesende sehen auf einen Blick, was sich seit der letzten Lesung verändert hat. Live
Reifegrad-Markierung pro Aussage Funktionen sind als Live, Im Ausbau oder Konzept markiert. Lesende erkennen sofort, ob eine Aussage gerade real verfügbar, in Umsetzung oder geplant ist. Werbe-Adjektive ohne Beleg sind in der Doku-Disziplin ausgeschlossen. Live
Forschungs-Footnotes bei Architektur Architektur-Aussagen tragen, wo nötig, Footnotes mit Paper-Referenz, Stichdatum und Quellenangabe. Damit bleiben Aussagen nicht nur intern konsistent, sondern auch nach außen belegbar. Live
Konsistenz-Mechanik Vor jeder Veröffentlichung läuft ein mechanischer Check auf Schreibweise, Em-Dash-Freiheit, korrekte Umlaute und konsistente Begriffe. Die Mechanik ersetzt menschliche Stichproben nicht, fängt aber wiederkehrende Schreib-Fehler systematisch ab. Live
Cross-Linking Handbuch und Kompass Jedes Architektur-Thema ist sowohl im Benutzerhandbuch als auch im Kompass präsent, beidseitig verlinkt. Lesende kommen aus jeder Richtung an die jeweils passende Sicht, also User-Sicht im Handbuch und Operations-Sicht im Kompass. Live

Was die lebende Doku in der Praxis ändert

Verwandtes Kapitel im Benutzerhandbuch

Architektur unserer Pre-Deploy-Validierung

Änderungen an Konfigurations-Dateien, die im laufenden Betrieb wirken, gehen nicht direkt auf die Production-Schicht. Sie laufen vorher durch eine sechsschrittige Mechanik, die Backup, Lokal-Edit, Validierung, Deployment, Healthcheck und Audit verbindet. Damit lassen sich Service-Glitches durch fehlerhafte Edits verhindern, statt sie nachträglich zu reparieren.

Schichten der Pre-Deploy-Validierung

KomponenteFunktionReifegrad
Pre-Up-Backup mit Hash Vor jeder Änderung wird der aktuelle Stand als Backup mit Zeitstempel und Hash gesichert, sowohl lokal als auch auf der Ziel-Schicht. Ein Rollback ist jederzeit auf den exakten vorherigen Stand möglich. Live
Lokal-Edit statt Direkt-Edit auf Production Edits laufen auf einer lokalen Arbeitskopie, nie direkt auf der laufenden Schicht. Erst nach erfolgreicher Validierung wird der geprüfte Stand auf die Ziel-Schicht übertragen. Live
Pre-Validation auf Syntax und Semantik Vor dem Deployment laufen mechanische Prüfungen, die Syntax-Fehler, fehlende Pflicht-Felder und semantische Brüche erkennen. Ein Edit, der die Validierung nicht besteht, geht nicht raus. Live
Restart und Healthcheck als Gate Nach dem Deployment löst die Mechanik einen kontrollierten Neustart der betroffenen Schicht aus und prüft im Anschluss definierte Lebens-Zeichen. Bleibt der Healthcheck rot, schlägt das Deployment fehl und wird automatisch zurückgerollt. Live
Audit-Eintrag pro Edit Jeder Edit-Vorgang erzeugt einen Audit-Eintrag mit Zeitstempel, Backup-Verweis, Validierungs-Ergebnis und Healthcheck-Status. Der Audit-Eintrag bleibt nachvollziehbar und ist Pflicht-Grundlage für jede spätere Diagnose. Live

Was die Pre-Deploy-Validierung im Alltag schützt

Verwandtes Kapitel im Benutzerhandbuch

Architektur unserer Identitäts- und Berechtigungs-Schicht

Jede User-sichtbare Funktion läuft hinter einer zentralen Identitäts-Schicht, die Login, Berechtigungen und User-Space-Trennung steuert. Lokale Anbieter-Logins der einzelnen Tools sind als Backdoor strikt abgegrenzt. Damit bleibt der Login-Pfad einheitlich, während die Funktions-Schicht modular bleibt.

Schichten der Identitäts- und Berechtigungs-Logik

KomponenteFunktionReifegrad
Zentraler Identitäts-Hub Eine zentrale Schicht hält Identitäten, Rollen und Berechtigungen. Alle User-sichtbaren Tools binden sich an diese Schicht an, statt eigene Nutzer-Datenbanken zu führen. Live
Single-Tenant-Abweisung Login-Versuche von außerhalb des berechtigten Mandanten werden vor dem eigentlichen Tool-Aufruf abgewiesen. Der Schutz greift unabhängig davon, ob das jeweilige Tool eine eigene Mandanten-Logik mitbringt. Live
OAuth-only-Login-Standard Mitarbeitende loggen sich ausschließlich über den zentralen Identitäts-Hub ein. Tool-eigene Login-Masken sind im Bedien-Modell nicht sichtbar, sodass der Login-Pfad einheitlich bleibt. Live
Strikte Backdoor-Trennung Tool-eigene Admin-Logins existieren weiter, sind aber als Backdoor markiert und ausschließlich für Service-Eingriffe vorgesehen. Sie sind nicht Teil des Mitarbeiter-Pfads und werden separat protokolliert. Live
User-Space-Trennung pro Person Jede Person erhält einen eigene User-Space mit personalisierten Inhalten, Modell-Voreinstellungen und Sitzungs-Verlauf. Die Trennung läuft identitätsbasiert und schützt vor versehentlichem Überlagern fremder Inhalte. Live

Was die Identitäts-Schicht in der Praxis schützt

Verwandtes Kapitel im Benutzerhandbuch

Was wir noch planen

Aktuell laufende Vorhaben in Kurzform. Die strategische Gesamt-Roadmap mit allen sechs Säulen findet sich oben unter Was hier neu ist; die detaillierte Architektur des persönlichen Wissens-Modells ist unter Schichten der zwei Wissens-Modelle beschrieben.

Was sich davon in eigene Projekten übertragen lässt

LATUS AI ist gleichzeitig Werkzeug für die tägliche Arbeit und Reifegrad-Lieferant für Know-how. Beim Bauen des Stacks ist Praxis-Wissen entstanden, das sich in eigene Kunden-Projekten wiederverwenden lässt - jenseits der konkreten LATUS-Edition. Die folgenden Bausteine haben sich im Live-Betrieb bewährt und sind portierbar in vergleichbare Stacks.

Wer einen dieser Bausteine bei einem Kunden aufsetzt, hat hier eine belastbare Referenz, die nicht nur auf dem Papier funktioniert.

Wie ist die Org aufgebaut

Die Organisationsstruktur ist integraler Bestandteil der LATUS-AI-Entwicklung. Sie ermöglicht proaktives und selbsttätiges Störungs- und Entwicklungsmanagement durch klare Rollen-Verantwortlichkeiten und definierte Eskalationspfade. Die Struktur ist seit 30. April 2026 in produktivem Betrieb.

Die Top-5-Prozesse

Reifegrad-Modell mit fünf Stufen (Konzept / Pilot / Etabliert / Reif / Kontinuierlich verbessert, siehe Reifegrad-Definition). Detail je Prozess: Diagramm in einem etablierten Modellier-Standard plus Begleit-Beschreibung.

Prozess 1

Vorfall-Auswertungs-Kreislauf

Reifegrad: Reif

Jeder relevante Vorfall führt zu einer Auswertung mit Lehren und gegebenenfalls einer wiederverwendbaren Anleitung. Plattform wird mit jedem Vorfall robuster, statt fragiler.

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Prozess 2

Eskalations-Pipeline

Reifegrad: Etabliert

P0/P1/P2/P3-Routing für Störungen. P0 erreicht Stephan sofort am Smartphone, P3 landet still in der Aufgaben-Liste.

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Prozess 3

Sicherheits-Prüfungs-Cycle

Reifegrad: Etabliert

Wöchentliche Plattform-Sicherheits-Prüfung: externe Erreichbarkeit, Container-Inventar, Zugangsdaten-Hygiene, Anbieter-Sicherheits-Hinweise.

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Prozess 4

Vier-Säulen-Healing-Cycle

Reifegrad: Pilot

Meta-Prozess unter dem alle Operations-Zyklen laufen: Innensicht, Hardware, Aussensicht und Doku-Konsistenz mit täglicher, wöchentlicher und monatlicher Taktung.

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Prozess 5

Doku-Konsistenz-Cycle

Reifegrad: Pilot

Mechanische Suche nach doppelten Abschnitts-Titeln, inkonsistentem Wording und Verlinkungs-Brüchen zwischen Kompass und Handbuch. Schützt die lebende Doku vor stillen Verschiebungen.

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Weitere Prozesse (z. B. Hiring-Workflow als Top-6, Pre-Compact-Handoff als Top-7) werden in Detail-Seiten geführt, sobald sie regelmäßig nachgefragt werden. Wir vermeiden bewusst „Prozesse für Prozesse"-Bürokratie.

Glossar und Reifegrad-Modell

Zugang für User

Diese Site ist für Förder-Audit und Org-Sicht. Wenn du als Teammitglied ein konkretes „wie nutze ich LATUS AI" suchst, geht es im Benutzerhandbuch weiter.